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Gedanken zu „40 Jahre Offener Kreis“

 

Am 24.10.1981 war die erste Zusammenkunft des Offenen Kreises. Auf Anregung unseres damaligen Diakones Hans Warnat wurde er von 5 Ehepaaren aus der Jungen Gemeinde gegründet, 3 davon sind immer noch dabei.

Seit dieser Zeit, in der Chronik des offenen Kreises ausdrücklich erwähnt, wird umlaufend durch die einzelnen Familien im 14 tägigen Rhythmus der Abend gestaltet.

Zu dieser Zeit war an eine politische Wende noch nicht zu denken und die Gesprächsthemen drehten sich oft um das Leben als Christ in und mit einer antichristlichen Umwelt.

1992 begann mit der ersten Rüstzeit in Neudorf eine Reihe jährlicher, dreitägiger Rüstzeiten, die erst 2020 durch Corona gestoppt wurde. Unsere kleinen und später erwachsenen Kinder sowie auch Gäste waren immer gern dabei. In der Spitze erreichten diese Rüstzeiten die Teilnehmerzahl von Hundert. Das Dabeisein unserer Kinder bereicherte die Rüstzeiten um Vieles und wir konnten unser geistliches Leben und Glaubensverständnis ein Stück weiter in die nächste Generation hineintragen.

Neben vielen Episoden, die zu jeder dieser Rüstzeiten in Erinnerung geblieben sind, bei aller Freude und Spaß, bestimmte aber immer ein zentrales geistliches Thema die Rüstzeit und prägte den Offenen Kreis. So geschah geistliches Wachstum und Stärkung und wir erhielten viel Segen durch diese Rüstzeiten.

Der Offene Kreis verstand sich immer als Teil der Hohndorfer Kirchgemeinde. Am Anfang waren wir die der Jungen Gemeinde entwachsenen jungen Familien, jetzt sind wir, bis auf wenige Ausnahmen, kurz vor oder unmittelbar nach dem Eintritt ins Rentenalter. Gemeinsam sind wir ein großes Stück gegangen und haben versucht, uns in den verschiedenen Bereichen der Gemeinde einzubringen.

Den Offenen Kreis eint der Glaube an unseren Vater im Himmel, seinen Sohn, den Heiligen Geist und sein Wirken unter uns. Über die Jahre sind Freundschaften gewachsen, hat man sich kennengelernt und trägt viele Lasten gemeinsam.

2020 war dann das erste Jahr, wo coronabedingt der Kreis lange Zeit ausfallen musste und auch dieses Jahr ist über mehrere Monate kein Kreis gewesen. Das hat eine Lücke gerissen, die schwer verheilt. Wir werden sehen, wie es weiter geht.

In der DDR war es für uns schwierig seinen Glauben zu leben, weil ein unheimlicher Druck von außen ausgeübt wurde. Jetzt ist es aber nicht einfacher. Unser Glaube wird hinterfragt von liberalen „Religionsverstehern“, für die jede Religion die richtige ist, oder von Gemeinden, die für sich in Anspruch nehmen, nur sie hätten den wahren Glauben und das richtige Glaubensverständnis. Oder einfach der Bequemlichkeit, die mir einflüstert, auch ohne eine lebendige Beziehung zu einer Gemeinde ein guter Mensch zu sein. Wir leben als Christen in einer spannenden Zeit.

Das Abendmahl spielt für uns eine große Rolle. Sei es auf den Rüstzeiten, zu besonderen Anlässen oder auch gestern zu unserer Jubiläumsfeier, verbindet es uns mit unserem Herrn Jesus in einzigartiger Weise. Dafür sind wir sehr dankbar.

Aber auch die Freude und das Leid gehören zu unserem Leben. Dankbar schauen wir auf viele Feiern zurück, die mit hohem Aufwand vorbereitet wurden und richtige „Events“ waren. Aber auch im Leid und in der Trauer stehen wir zusammen. Wie es unser Name sagt, wollen wir weiter offen sein für Menschen, die Gemeinschaft suchen.

Der Dank für 40 Jahre Offener Kreis geht an die Adresse unseres HERRN Jesus Christus.